Das Verkaufen einer Immobilie ist für viele ein sehr großer Schritt, der auch mit viel Aufwand verbunden ist. Es fallen oft erhebliche Kosten an, vor allem, wenn klassische Maklerprovisionen berechnet werden. Die Arbeit mit einem Festpreis-Dienstleister ist eine attraktive Alternative, mit der man sich vor Beginn des Verkaufs auseinandersetzen sollte. Diese legen die Gebühren unabhängig vom Wert der Immobilie fest, ermöglichen so eine verbesserte Kostenkontrolle und optimieren trotzdem den Verkaufsprozess.
Maklergebühren und ihre Berechnung
Die Maklerprovision wird in der Regel als Prozentsatz des Kaufpreises berechnet und kann je nach Bundesland und Vereinbarung zwischen 3 % und 7,14 % des Kaufpreises schwanken. Die genaue Höhe wird vertraglich festgelegt, ist aber verhandelbar. Wenn die Immobilie für einen hohen Wert verkauft wird, können die Gebühren beachtlich sein. Seit 2020 gibt es Vorschriften, die festlegen, dass Käufer und Verkäufer sich die Maklerkosten teilen, wenn sie ihn beide beauftragt haben. Wenn das nicht der Fall ist, werden sie vom Verkäufer allein getragen, was die Einnahmen erheblich schmälert. Wenn eine Immobilie für 500.000 Euro verkauft wird, und die Maklerprovision, wie oft üblich, 7,14 % beträgt, zahlt man eine Gebühr von 35.700 Euro. Diese wird direkt vom Kaufpreis abgezogen. Das ist vor allem für Personen ein Problem, die auf einen möglichst hohen Gewinn angewiesen sind - beispielsweise um eine neue Immobilie zu finanzieren. Da der Verkaufspreis nicht genau vorhersehbar ist, ist es schwer, den Gewinn und die Kosten des Maklers zu planen.
Im Gegensatz dazu steht die gute Kalkulierbarkeit bei Festpreis-Anbietern. Hier weiß der Verkäufer von Anfang an, welche Kosten auf ihn zukommen. Der Preis bleibt unabhängig vom Verkaufspreis gleich, was es ermöglicht, die Kosten direkt in die Verkaufsstrategie einzuplanen - trotzdem werden alle relevanten Maklerarbeiten übernommen. So kann auch der Nettogewinn gut kalkuliert werden, was vor allem dann wichtig ist, wenn das Geld für zeitnahe Investitionen gebraucht wird.
Kosten-Nutzen-Abwägung bei der Beauftragung eines Maklers
Es hat durchaus seine Gründe, dass Makler so gefragt sind, denn sie bringen wertvolle Kenntnisse über den Markt mit. Ihre Erfahrung in der Immobilienvermarktung und das erlernte Verkaufsgeschick kann zu einem höheren Verkaufspreis führen. Zusätzlich übernehmen Makler organisatorische Aufgaben, von der Immobilienwertermittlung und Besichtigungen bis zur Erstellung des Exposes, was den Verkaufsprozess deutlich vereinfacht und meist auch beschleunigt. Trotzdem ist es oft der Fall, dass die Gewinnsteigerung, die der Makler durch seine Kenntnisse erzielt, nicht unbedingt die Höhe der Maklerkosten rechtfertigen. Oft sind die Mehrkosten durch die Preissteigerung schwer wieder zurückzugewinnen.
Alternative Möglichkeit zum Immobilienverkauf - Festpreis-Dienstleister
Für viele Personen kommt die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler aufgrund der Kosten nicht infrage, sie können dann professionell verkaufen ohne Makler. Vor allem die Zusammenarbeit mit Festpreis-Dienstleistern ist sehr beliebt. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, eine Immobilie privat zu verkaufen - das erfordert aber gute Vorbereitung und viel Zeit. Der Eigentümer kümmert sich dann um die Vermarktung. Das Schalten von Anzeigen, Organisieren von Besichtigungen und die Preisverhandlungen. Immer mehr Personen entscheiden sich für ein Mischkonzept, denn es gibt auch die Möglichkeit, den Verkauf selbst zu organisieren und trotzdem wichtige Teilbereiche an Festpreis-Dienstleister auszulagern. So behält man selbst die Kontrolle über den Verkaufsprozess, muss aber vor allem nicht alle organisatorischen Aufgaben selbst übernehmen. Gerade bei hochpreisigen Immobilien lohnt sich dieser Weg, da der Preis festgelegt und nicht wie bei Maklern ein Prozentsatz des Gewinns ist. Das macht Festpreis-Dienstleister besonders attraktiv für Verkäufer von teuren Objekten, bei denen die Kosten im traditionellen Modell stark ansteigen würden. Dazu kommen Transparenz und Vertrauen, denn die offene Preisgestaltung und Gebührenstruktur ist klar nachvollziehbar. Verkäufer haben das Gefühl, genau zu wissen, wofür sie bezahlen. Das stärkt das Vertrauen und kann den Verkaufsprozess sehr erleichtern.
Flexibilität bei Festpreis-Dienstleistern
Die meisten Festpreis-Dienstleister bieten modulare Pakete an, bei denen Verkäufer genau die Leistungen auswählen können, die sie benötigen. Dazu gehören oft Basisleistungen wie die Erstellung eines Exposes und das Schalten von Anzeigen, bis hin zu vollständigen Servicepaketen, die auch Besichtigungen und Vertragsabwicklungen umfassen. Wenn man als Verkäufer bereits eigene Erfahrungen hat oder manche Aufgaben selbst übernehmen möchte, kann man gezielt bestimmte Dienstleistungen auslassen und dadurch weiter sparen. Für viele Dienstleister in diesem Bereich steht die Kundenzufriedenheit im Fokus, da sie auf Empfehlungen und gute Bewertungen angewiesen sind. Das bedeutet oft angenehmere Verkaufsprozesse und eine hohe Kundenorientierung. Gleichzeitig ist die Beratung unabhängig und objektiv, da die Vergütung nicht an den Verkaufspreis gekoppelt ist. Dadurch beraten Festpreis-Dienstleister oft objektiver und ohne Verkaufsdruck. Man profitiert als Verkäufer von einer realistischen Einschätzung des Marktwerts und einer transparenten Beratung.
